Gesundheit

7 positive Effekte für Immunsystem & Co.: Was Bewegung mit unserem Körper macht

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Daniela Stewens

Bewegen Sie sich, freuen sich nicht nur Ihre Muskeln. Sport unterstützt auch Ihr Immunsystem, macht gute Laune und vieles mehr! Wie Sie die positiven Effekte am besten unterstützen können und wieviel Sport gesund ist.

Bewegung tut gut. Und trotzdem bewegen wir uns im Alltag oft zu wenig, gerade in Zeiten wie diesen. Um uns besser zu fühlen und dem Köper etwas Gutes zu tun, muss es gar nicht der stundenlange Ausdauersport oder das intensive Workout sein. Oft machen schon kleine Veränderungen im Alltag den Unterschied: Öfter einmal das Auto gegen das Fahrrad tauschen, möglichst viele Wege auch zu Fuß gehen. Schon kleine und kurze, aber häufige Bewegungen haben einen Effekt auf unsere Fitness und unser Wohlbefinden. Hier kommen unsere Top 7 Gründe für (mehr) Sport.

1. Bewegung macht glücklich und hilft uns, besser mit Stress umzugehen

Der Spaziergang in der Mittagespause oder die Jogging-Runde nach Feierabend tut nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele gut. In Bewegung schüttet unser Körper Hormone aus, die uns in eine wohlige Stimmung versetzen. Sport macht auch deshalb glücklich, weil er unser Selbstbewusstsein stärkt. Sind wir stolz und zufrieden, dass wir unser Training absolviert haben, steigt auch die Zuversicht, andere Herausforderungen bewältigen zu können. Wer sich regelmäßig sportlich betätigt, verbessert darüber hinaus auch seine Schlafqualität. Zu diesem Ergebnis kam eine Stude der Oregon State University und der Bellarmine University in den USA. Je größer die Zeitspanne zwischen dem Training und der Schlafenszeit, desto größer ist dabei der Nutzen für die Qualität des Schlafs. Im Idealfall sollte man das Sportprogramm also in die Morgenstunden legen. Den größten Einfluss auf unseren Schlaf haben Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren, Walken oder Schwimmen.

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2. Bewegung unterstützt unser Immunsystem

Sport ist gesund und hat einen positiven Effekt auf das Immunsystem. Bei körperlicher Belastung wird das Hormon Adrenalin ausgeschüttet. Es bewegt unsere Abwehrzellen dazu, sich schneller zu vermehren und aktiver zu werden. Nach dem Training, wenn der Adrenalinspiegel im Blut wieder sinkt, fällt auch die Zahl der Abwehrzellen wieder.

Durch diese sanften Reize kommt es zu einem Trainingseffekt des Immunsystems. Dieser Effekt tritt vor allem während moderatem Ausdauersport ein. Besonders zu empfehlen sind sanfte Ausdauer-Sportarten. So kann beim Joggen, Fahrradfahren und Schwimmen das Tempo individuell gewählt und die Belastung in einem moderaten Rahmen gehalten werden.

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3. Bewegung hält die Knochen fit

Im Laufe des Lebens können die Knochen an Stabilität verlieren und leichter brechen. Doch das muss kein Schicksal sein. Denn Knochen bilden sich immer wieder neu - es ist also nie zu spät, etwas für sie zu tun. Der Stoffwechsel der Knochen wird durch Stoßbelastungen und gegen die Schwerkraft gerichtete Bewegungen stimuliert. Besonders sinnvoll sind also Sportarten, bei denen der Körper das eigene Gewicht oder etwas mehr tragen muss. Dazu zählt Walken, Joggen, aber auch moderates Krafttraining. Radfahren oder Schwimmen sind zwar gelenkschonend, aber in diesem Fall weniger effektiv. Auch intensives Spazierengehen hat einen Effekt, allerdings sollten es dann mindestens 10.000 Schritte am Tag sein. Ideal sind auch Sportarten mit vielen Bewegungsrichtungen und -wechseln wie beispielweise Tanzen. Was die Intensität angeht, so sollte man lieber mehrere kürzere Bewegungseinheiten pro Woche als ein langes Training einplanen.

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4. Bewegung schenkt uns neue Energie

Sport bringt den Kreislauf in Schwung: Das Herz pumpt schneller, der Blutdruck steigt, die Atmung vertieft sich. Nach dem Training werden zum Beispiel die Glykogenspeicher im Muskel ausgebaut, die Aufnahmefähigkeit für Sauerstoff und die Schlagkraft des Herzens werden erhöht. Diese "Superkompensation", wie es in der Sportmedizin heißt, kommt uns zugute: In der Folge können wir schneller laufen oder halten länger durch. Sport hat auch einen positiven Effekt auf den Blutdruck. Bewegen wir uns, so steigt der Blutdruck. Und fällt danach wieder ab. Weil die Blutgefäße aber noch weit gestellt sind, pumpt unser Herz nun gegen diesen geringen Widerstand an. Das hat einen blutdrucksenkenden Effekt, der bis zu einem Tag lang anhalten kann. Täglicher moderater Ausdauersport kann langfristig einen positiven Effekt auf den Blutdruck haben.

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5. Bewegung hält jung

Dass Sport einen Einfluss auf unser Äußeres hat und sich positiv auf die Figur auswirkt, ist eine Binsenweisheit. Doch Sport ist auch ein Anti-Aging-Mittel. Durch regelmäßigen Sport bleibt das junge Aussehen erhalten. Das fanden Wissenschaftler der Harvard Medical School in Boston (USA) heraus. Dass Sport vor schnellem Altern schützt, komme daher, dass er Auswirkungen auf die Mitochondrien, die Kraftwerke der Zellen hat. Durch Bewegung wird deren Kapazität gesteigert. Und das führt dazu, dass Zelldefekte besser repariert werden können.

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6. Bewegung macht schlau und kreativ

Sport ist auch Training für unsere grauen Zellen. Denn Insbesondere im Hippocampus - dem Bereich des Gehirns, der für die Überführung von Inhalten aus dem Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis und für das Lernen verantwortlich ist - wird durch Bewegung das Zellwachstum angeregt. Wer also regelmäßig sein Herz-Kreislauf-System trainiert, sorgt für einen ständigen Nachschub an neuen Hirnzellen. Und dadurch kann unser Gehirn besser arbeiten. Auch unsere Kreativität kann von Sport profitieren. Powern wir uns so richtig aus, schalten wir unser Gehirn ab und hinterher sprudeln die guten Ideen nur so herein. Der Grund: durch die Extraportion Sauerstoff schüttet das Hirn vermehrt vom Hormon ACTH aus. Dieses „Kreativitätshormon“ verbessert Konzentration und Denkleistung.

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7. Bewegung verbindet

Ob Mittagswalk oder Laufrunde nach Feierabend: Gemeinsam sportelt es sich oft schöner. Und auch effektiver: Zu zweit erreichen wir gesetzte Ziele leichter, wir halten meist länger durch und sind im Kampf gegen den Schweinehund nicht alleine. Verabredungen verpflichten – das gilt für die gemeinsame Yogastunde ebenso wie fürs Radeln. Übrigens ist das Walk- oder Lauftempo gerade für Anfänger genau das richtige, bei dem es sich noch halbwegs entspannt plaudern lässt. Fehlt uns die Puste zum Sprechen, ist die Intensität meist zu hoch.

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