Ernährung

8 Tipps gegen das süße Verlangen: Besser leben mit weniger Zucker

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Dunja Rieber

Ist Zucker der neue Tabak? Wenn es nach Ernährungswissenschaftlern geht, ja. Denn immer deutlicher zeigen unabhängige Studien, wie sehr übermäßiger Zuckerkonsum unsere Gesundheit gefährdet. Diese 8 Tipps helfen Ihnen zu einem besseren Leben mit weniger Zucker.

1. Zucker am besten Schritt für Schritt reduzieren

Wer langfristig etwas erreichen möchte, sollte auch langfristig planen. Hauruck-Aktionen fühlen sich im ersten Moment gut an, die Motivation kann man aber meistens nicht lange aufrechterhalten und dann ist die Frustration am Ende umso größer. Unsere Gesundheit hat von alldem nichts, denn eine Ernährungsumstellung (-verbesserung) kann immer erst nach einiger Zeit wirken. Wer sich Schritt für Schritt an ein Leben mit weniger Zucker gewöhnt, trainiert seinen Geschmackssinn. Der Verzicht gelingt dann irgendwann ganz automatisch. Wenn Sie also beispielsweise Ihre Kaffee gern mit zwei Teelöffeln Zucker trinken, können Sie erst einmal auf eineinhalb Teelöffel pro Tasse reduzieren. Eine Woche später versuchen Sie mit nur einem Teelöffel auszukommen usw.

2. Weniger Zucker: Umgewöhnen statt Ersetzen

Zuckeralternativen sind zurzeit hoch im Trend. Doch egal ob Kokosblütenzucker, Xylit oder künstliche Süßstoffe: Sie alle kaschieren nur unsere Sucht nach Zucker. Wenn jedoch das Ziel ist, dauerhaft weniger süß durchs Leben zu gehen, dann bringen uns diese „Ersatzdrogen“ nicht weiter.

3. Süßigkeiten reduzieren – nur wie?

Einfach die Süßigkeiten reduzieren! Was banal klingt, ist aber oft gar nicht so einfach. Denn das Verlangen nach etwas Süßem steckt uns in den Genen. Der erste Schritt zu einem Leben mit weniger Zucker ist daher, keine Süßigkeiten mehr zu kaufen. So haben Sie die Versuchung nicht immer direkt vor Augen.

Oft genug bekommen wir Süßes geschenkt oder werden zum Kuchen eingeladen. Dann ist eine Ausnahme auch gar kein Problem. Schließlich soll uns eine gesündere Lebensweise nicht gleich zum sozialen Außenseiter machen.

4. Zutatenlisten im Supermarkt checken

Apropos einkaufen: Zucker versteckt sich in fast jeder Zutatenliste. Doch nicht immer ist er leicht zu entdecken, denn Zucker hat viele Namen: Saccharose, Dextrose, Fructosesirup, Glukosesirup, Laktose, Maltodextrin sind nur einige Beispiele. Tipp: Die Position in der Zutatenliste gibt dabei die relative Menge des Zuckers an. Je weiter vorne, desto mehr Zucker ist beigesetzt. Möchten Sie auf ein Produkt gar nicht verzichten, dann sollte Zucker auf keinen Fall die Hauptzutat sein. Fast immer gibt es mehrere alternative Marken, deren Zusammensetzung man vergleichen kann.

5. Fertigprodukte so oft es geht vermeiden

Fertigprodukte sind industriell hochverarbeitete Produkte. Durch die Verarbeitung geht jedoch schnell das natürliche Aroma verloren. Den Geschmack versuchen die Hersteller dann kostengünstig wieder durch den Zusatz von Zucker zu verbessern. Verzichten Sie daher soweit wie möglich auf Fertigprodukte. Sollten Sie doch einmal danach greifen, überprüfen Sie die Zutatenliste und wählen Sie die gesündeste Alternative.

6. Wenn es mal etwas Besonderes sein soll: Machen Sie Ihre eigenen Süßigkeiten!

Es steht ein Geburtstag an und Sie laden Freunde ein? Dann darf natürlich ein Geburtstagskuchen nicht fehlen! Auch in der Adventszeit müssen Sie nicht aufs Plätzchenbacken verzichten. Klassische Backrezepte enthalten aber meist reichlich Zucker. Halbieren Sie einfach die Zuckermenge – der Genuss bleibt gleich, vor allem wenn Sie sich im Alltag schon an den geringeren Zuckerkonsum gewöhnt haben.

7. Ernennen Sie Wasser zu Ihrem Lieblingsgetränk

Ich persönlich kenne viele, denen Wasser als Getränk einfach zu fad ist. Eine Saftschorle oder ein Softdrink muss dann jedes Mal als Durstlöscher herhalten. Doch damit nehmen wir unnötig viel Zucker über den Tag verteilt auf. Und das Tückische: Durch die flüssige Form geht der Zucker besonders schnell ins Blut. Der Blutzuckerspiegel schnellt nach oben und sinkt kurz danach wieder rasant ab. Dann verlangt der Körper nach Nachschub. Versuchen Sie daher grundsätzlich über den Tag verteilt nur Wasser oder ungesüßten Tee als Durstlöscher zu trinken. Auch hier müssen Sie nicht von heute auf morgen einen radikalen Schnitt machen.

Verdünnen Sie einfach von Tag zu Tag Ihren Saft oder die Limo mit immer mehr Wasser. Schon bald werden Sie sich an den neutralen, erfrischenden Geschmack von Wasser gewöhnt haben. Und zu besonderen Gelegenheiten darf es dann auch wieder das Lieblingsgetränk sein – es sollte dann aber eher als Süßigkeit und nicht als Durstlöscher betrachtet werden.

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