Psyche

Jetzt werde ich glücklich: Masterplan für ein optimistischeres Leben

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Lisa Hamsch

Sie sind in Ihrem eintönigen Alltagstrott gefangen? Ihr Leben dreht sich viel zu häufig um Arbeit, Stress, Verpflichtungen und Negativschlagzeilen? Und Sie könnten ein bisschen mehr Glück in Ihrem Leben vertragen? Dann holen Sie sich Ihr Glück: Sie haben es selbst in der Hand – mit diesen 10 täglichen Glücksroutinen!

Was macht mich (nicht) glücklich?

Was macht uns glücklich? Erfolg auf der Arbeit? Mehr Geld? Ein Eigenheim? Der makellose Körper? Natürlich, oder etwa doch nicht? Glücksforscher kennen mittlerweile die Antwort: Nichts davon hilft, unser Glückslevel dauerhaft und merklich zu steigern. Sind unsere Grundbedürfnisse erst einmal gedeckt, steigern mehr Konsumgüter oder ein größeres Sümmchen auf dem Konto nicht mehr unser Wohlbefinden.

Wieso macht uns das alles nicht glücklich?

  1. Unser Glück kennt keinen absoluten Maßstab: Wer sich ein Kleidungsstück für 40€ kauft und in einem anderen Geschäft das gleiche für 30 € sieht, ärgert sich. Wer hingegen das gleiche Kleidungsstück für 50 € sieht, freut sich über sein Schnäppchen. Der gleiche Gegenstand mit dem gleichen persönlichen Wert löst zwei komplett unterschiedliche Gefühle aus.
  2. Wir gewöhnen uns zu schnell an unser Glück: Das neue Smartphone macht uns meist nur für wenige Wochen glücklich. Sobald wir ein neueres, besseres auf dem Markt kommt, streben wir nach diesem, schließlich wollen wir uns verbessern.
  3. Wir haben eine falsche Vorstellung der Zukunft: Es kommt niemals so schlimm wie gedacht, aber auch selten so gut.

Unsere aktuellen Bestrebungen nach Macht, Geld und Konsumgütern reichen also nicht aus. Was ist es dann, was mir fehlt, um glücklich zu sein?

Was macht mich wirklich glücklich?

Unser Glück beginnt im Kopf

Viele Arbeiten und Gewohnheiten rauben uns unsere Kraft und laugen uns aus. Da fällt es schwer immer positiv, geschweige denn glücklich zu sein. Und schneller als man es sich wünscht, ist man in einem Hamsterrad aus negativen Gedanken, Selbstmitleid, Sorgen und Verzweiflung gefangen, da helfen auch zusätzliche Euro auf dem Konto nicht. Dabei ist Ihr Glück so nahe! Genauer gesagt, Ihr Glück ist nur einen Gedanken entfernt.

Sie können wählen, wie glücklich Sie sind! Glück ist eine Entscheidung!

Unser Alltag wird immer wieder negative Überraschungen und Rückschläge für uns bereithalten, das ist leider Teil des Lebens und liegt so oft nicht in unseren Händen. Aber wir stehen diesen nicht machtlos gegenüber. Wir entscheiden darüber, wie viel Beachtung bzw. Macht wir diesen geben. Je nachdem wie wir sie wahrnehmen und darauf reagieren, entscheidet über unsere Stimmung und Gefühlslage.

Wir können uns entweder aufregen, beschweren und selbst bemitleiden, was schließlich auch zu negativen Gefühlen und einer negativen Wahrnehmung führen wird. Oder wir entschließen uns, uns davon nicht unterkriegen zu lassen, aktiv zu werden und uns auf die positiven Aspekte zu konzentrieren. Jede Medaille hat ja bekanntlich zwei Seiten. Aber viele nehmen die positive gar nicht wahr, da sie sich selbst viel zu sehr in die Situation und ihre negativen Gefühle reinsteigern.

Wir können uns entscheiden, ob wir eine Situation positiv oder negativ wahrnehmen. Es passiert alles nur in unserem Kopf.

Unser Glück hängt also weniger von äußeren Umständen ab als vielmehr von unserem Denken und subjektivem Empfinden. Genauer gesagt hängt unser Lebensgefühl Studien zufolge nur zu 10% von äußeren Umständen ab. Unsere Gedanken sind es, die uns glücklich und unser Leben zum Guten verändern werden. Wer lernt positiv zu denken, kann seine Wahrnehmung bewusst lenken: Weg von Kummer, Selbstmitleid, Defiziten und Frustration, hin zu Möglichkeiten und Chancen.

Sie haben Ihren Job verloren? Sehen Sie es als Möglichkeit einen besseren zu finden oder sich neu zu orientieren! Ihr Partner hat Sie verlassen? Sie haben nun die Chance jemanden kennenzulernen, der Sie zu schätzen weiß und Sie niemals verlassen würde! In jeder Situation gibt es zwei Seiten, die man, nachdem man die erste Trauer und negativen Emotionen rausgelassen hat, betrachten kann. Auf welche fokussieren Sie sich?

Lassen Sie sich nicht von äußeren Umständen, die außerhalb unserer Kontrolle liegen, die Stimmung vermiesen! Der Stau auf der Autobahn wird sich schließlich auch nicht schneller auflösen, wenn wir uns darüber aufregen. Und damit schaden wir nur uns selbst – und eventuell unseren Mitmenschen.

Sparen Sie sich Ihre Energie und machen Sie sich das Leben leicht. Sie werden sehen, wenn Sie in unangenehmen Situationen kurz innehalten, die negativen Gedanken beiseiteschieben und sich auf die Suche nach etwas Positivem machen, sieht die Welt gleich ganz anders aus: Schöner, bunter, friedlicher. Und diese optimistische Sichtweise kann jeder lernen!

Da es dem ein oder anderen sicherlich nicht leichtfällt, in solchen Situationen und im Alltag optimistisch zu bleiben und das Gute zu sehen, haben wir für Sie 10 Tipps, wie Sie positiver denken können und so Ihr Glück im Alltag steigern werden.

Optimismus leicht gemacht – 10 Tipps für positives Denken und ein glücklicheres Leben

1. Auf die Ersatzbank mit negativen Gedanken

„Ich kann das nicht“, „Ich werde das nie schaffen“,… Kennen Sie solche Gedanken? Mit Sicherheit, denn sie sind oftmals Teil unserer Gedanken. Beim positiven Denken geht es nicht darum, diese komplett zu verbannen und nie wieder solche Gedanken zu haben. Vielmehr geht es darum, diese in positive Energie umzuwandeln.

Haben Sie das nächste Mal einen dieser negativen Glaubenssätze, wandeln Sie diese in positive um: „Ich kann das nicht“ wird dann ganz schnell zu einem „Ich will und werde es schaffen!“.

Lähmt Sie wieder einmal die Angst, weil Sie daran denken, was alles schiefgehen könnte, fragen Sie sich: „Was, wenn alles funktioniert und ich es schaffe. Wie würde dann mein Leben aussehen?“ Es wäre vermutlich ziemlich schön, oder?

Worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken, dahin läuft unsere Energie. Also fokussieren Sie sich auf das Gute und prophezeien Sie sich Ihre positive Zukunft.

2. Bringen Sie sich zum Strahlen

Wir sind dann am glücklichsten, wenn wir tun, was wir lieben! Suchen Sie sich täglich eine kleine Aktivität aus, die Ihnen Spaß macht und Ihr Herz zum Lachen bringt. Tanzen Sie durch die Wohnung, lesen Sie ein paar Seiten Ihres neuen Buches oder spielen Sie mit Ihren Kindern. Leben Sie im Moment und sorgen Sie sich weniger um die Zukunft, denn es sind die kleinen Momente, die in Summe das Leben l(i)ebenswert machen.

3. Wie war das mit dem Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein?

Wir sind ziemlich gut darin, uns klein zu machen. Kleiner als wir eigentlich sind. Während den anderen ja alles gelingt, treten wir selbst nur auf der Stelle und sehen unsere Misserfolge. Das trübt unsere Stimmung und positive Lebenshaltung. Studien zeigen: Selbstbewusste Menschen sind glücklicher! Nicht, weil sie denken, dass sie alles besser können. Sondern weil sie sich ihrem Wert bewusst sind und 100 Prozent auf sich vertrauen. Sie kennen Ihre Stärken und leben Sie aus. Kaum etwas anderes in der Welt macht glücklicher.

Auch Sie sind mit zahlreichen Talenten gesegnet. Konzentrieren Sie sich darauf, statt sich selbst schlechtzureden. Suchen Sie sich eine Arbeit, in der Sie Ihre Stärken optimal einbringen können und Sie werden sehen, dass Ihnen gleich viel mehr gelingen wird.

Sie erfüllen alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches und schönes Leben und Sie haben es mehr als verdient! Holen Sie es sich, weil Können tun Sie es.

4. Schluss mit den Vergleichen

Sie haben nicht das neuste Smartphone, einen kleineren Garten als der Nachbar und Ihre Haare fallen auch nicht so schön wie die Ihrer Kollegin? Ganz schön frustrierend, oder? Natürlich, denn man fokussiert sich bei den Vergleichen immer nur auf das, was wir nicht haben, statt auf das, was wir haben. Mal ganz davon abgesehen, dass solche Vergleiche ziemlich unfair sind, schließlich vergleichen wir uns meistens nur mit einer einzigen, positiven Eigenschaft einer anderen Person und vernachlässigen all ihre Schwächen, so lassen diese Vergleiche unser Selbstwertgefühl sinken und sorgen sicherlich auch nicht für gute Stimmung.

Fokussieren Sie sich lieber auf sich selbst und freuen Sie sich darüber, was Sie die letzten Jahre schon alles erreicht haben und noch erreichen werden.

5. Weniger News

Naturkatastrophen, Pandemien, Verbrechen, Gewalttaten – Schaut man sich die Nachrichten an, bekommt man schnell den Eindruck, es gäbe nur noch Schlimmes auf der Welt, was sicherlich nicht der Fall ist. Es passieren so viele positive Dinge jeden Tag, jedoch werden diese bei weitem nicht so häufig gezeigt.

Unterbrechen Sie die Nachrichtenflut und drosseln Sie sie etwas ab. Beschränken Sie sich auf ein Medium oder schauen Sie eine Zeit lang keine Nachrichten mehr, um diese „Weltuntergangsstimmung“ abzumildern – mal sehen, wie Sie sich dann fühlen!

6. Dankbarkeit

Im Alltag konzentrieren wir uns immer auf die Dinge, die wir nicht haben und die Sachen, die wir nicht können. Unsere Gedanken sind so sehr damit beschäftigt, was wir noch für unser vermeintliches Glück brauchen, sodass wir all die Dinge, die wir haben, vergessen: Unsere Familie, Freunde, unsere Hobbys, unsere Gesundheit, das Dach über unserem Kopf, unser Zugang zu Essen und Trinkwasser. All das ist nicht selbstverständlich und wir können uns darüber glücklich schätzen! Dennoch vergessen wir das im Alltag oft und wissen es nicht mehr zu schätzen.

Dankbarkeit hilft uns den Fokus von all den vermeintlichen Defiziten zu lösen und sie mehr auf unseren Reichtum zu lenken. So können wir die positiven Erfahrungen mehr genießen und erleben weniger negative Gefühle wie Ärger, Eifersucht oder Schuld. Kurz gesagt: Dankbarkeit macht uns zu glücklicheren, optimistischeren, hilfsbereiteren und einfühlsameren Menschen, das ist wissenschaftlich bewiesen.

Nehmen Sie sich z.B. jeden Abend zwei, drei Minuten Zeit und schreiben Sie 5 Dinge auf, die Sie heute glücklich gemacht haben und für die Sie dankbar sind. Dies können Personen, Erlebnisse oder auch materielle Dinge sein. Was zu Beginn sicherlich dem ein oder anderen noch etwas schwer, wird mit der Zeit sehr viel einfacher. Und Sie werden direkt sehen, wie mächtig diese kleine tägliche Routine sein kann.

Dankbarkeit ist der Schlüssel zum Glück! Und wie Francis Bacon so schön sagte: „Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“

7. Was könnten die Nachbarn denken?

Viele machen sich ständig Sorgen darüber, was andere über sie denken könnten. Angst vor einer möglichen negativen Bewertung durch andere hat viele fest im Griff. Es ist ein natürliches Grundbedürfnis, von anderen gemocht und akzeptiert zu werden. Man möchte sich der sozialen Gruppe zugehörig fühlen.

Dieses Denken und die Angst können jedoch schnell dafür sorgen, dass man sein Leben nicht so lebt, wie man es gerne würde. Das kann schnell unglücklich machen.

Wenn Sie frei und selbstbestimmt leben wollen, müssen Sie aufhören sich Gedanken über die Meinung anderer zu machen.

Werden Sie sich bewusst:

  1. Was Sie machen, interessiert wahrscheinlich viel weniger Leute, als Sie denken. Denn jeder ist mit sich selbst beschäftigt: Was wird von mir erwartet? Sehe ich komisch aus? Welchen Eindruck haben sie von mir?
  2. Egal, ob Sie es tun oder nicht, die Menschen, die (ver-)urteilen wollen, urteilen sowieso und sie werden immer etwas finden. Da können Sie doch gleich die Dinge tun, die Sie glücklich machen.
  3. Was andere über uns denken, hat nichts mit uns zu tun. Sondern nur damit, wie sie die Welt sehen. Sie projizieren ihr Weltbild auf das anderer.
  4. Es ist schlichtweg unmöglich, es allen recht zu machen – und das müssen Sie auch nicht! Sie leben Ihr Leben und nicht das der anderen!

Sie sind der einzige Mensch, den Sie glücklich machen müssen! Also, was wollten Sie schon immer einmal ausprobieren?

8. Weg von den Miesepetern

Wer kennt sie nicht: Die Miesepeter. Menschen, die alles schwarzsehen, nur meckern und jammern. Mit ihrem Negativismus sorgen sie regelrecht für schlechte Stimmung und sie ziehen alle anderen in ihrem Umfeld mit herunter. Dieses Verhalten kann abfärben.

Schränken Sie den Kontakt zu diesen sogenannten toxischen Menschen ein und umgeben Sie sich mit „Sonnenscheinen“, also Menschen, die positiv sind, viel Lachen und gute Stimmung verbreiten.

9. Tschüss Vergangenheit, hallo Leben

Viele Menschen halten lange an Dingen fest, die ihnen in der Vergangenheit widerfahren sind: Verrat, Ungerechtigkeiten und Rückschläge. Es verfolgt sie jahrelang, ihre Gedanken schweifen immer wieder dahin zurück, wodurch auch die Trauer oder Wut immer wieder hoch kommen.

Das Problem: Dem Vergangenen wird automatisch eine sehr große Bedeutung zukommen gelassen. Manchmal sogar eine größere, als sie eigentlich hat, und es beeinflusst regelmäßig die Stimmung und Handlungen in der Gegenwart. Wir geißeln und quälen uns selbst, anstatt uns endlich davon zu befreien.

Akzeptieren Sie, dass es zu Ihrer Vergangenheit gehört und es sich nicht mehr ändern lässt. Eventuell können Sie daraus etwas für die Zukunft lernen, umso besser. Lassen Sie los, um sich von den negativen Gefühlen und dem Schmerz zu befreien.

Verzeihen Sie sich und den anderen. Nicht, weil die anderen es vielleicht unbedingt verdient hätten oder ihr Verhalten richtig war, sondern um selbst endlich frei zu sein und Frieden zu finden.

10. Raus aus der Opferrolle

Sie wurden verlassen, gekündigt, betrogen? Da ist es verständlich, dass die Welt für einen Moment dunkel und grau aussieht und Sie verletzt und traurig sind. Viele verharren allerdings dauerhaft in der Opferrolle. Sie geben die Verantwortung ab, schließlich sind die anderen oder die Umständee daran schuld, man selbst war machtlos. Das ist sicherlich die bequemere Variante, allerdings nicht die glücklichere.

Befreien Sie sich aus der Opferrolle. Übernehmen Sie die Verantwortung und gewinnen Sie so die Kontrolle zurück. Werden Sie von der passiven Spielfigur zu einem aktiven Akteur. Sie selbst bestimmen, wie Ihr Leben aussehen soll und welche Schritte Sie in diese Richtung jetzt unternehmen können. Machen Sie das Beste aus den Gegebenheiten, reflektieren Sie Ihr Verhalten und kreieren Sie sich Ihre Zukunft, wie Sie sie sich wünschen.

Bildnachweis: © Quan Nguyen/Unsplash.com