Ernährung

E-Nummern Teil 2: Konservierungsmittel in unserem Essen

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Cora Högl

Im zweiten Teil unserer E-Nummern-Serie dreht sich alles um die Stoffe, die unsere Lebensmittel länger haltbar machen sollen: Konservierungsmittel. Was steckt da also in unserem Essen?

Konservierungsmittel bzw. Konservierungsstoffe werden Lebensmittel zugegeben, um das Wachstum von Bakterien und Schimmelpilzen hinauszuzögern. Doch schon lange bevor diese Aufgabe von den Konservierungsstoffen übernommen wurden, kannte man Wege und Möglichkeiten, Essen haltbar zu machen. Egal ob durch den Entzug von Wasser (Trocknung oder Konzentration), Zugabe von Salz oder Zucker oder durch Räuchern: Seit jeher nutzen Menschen diese „physikalischen“ Möglichkeiten um länger gesund essen und trinken zu können.

Heute vereinfacht vielfach die Chemie diesen Prozess. Typische Lebensmittelgruppen, in denen Konservierungsmittel verwendet werden, sind Backwaren, Trockenfrüchte, Fisch- und Wurstprodukte, Säfte und Limonaden. Sie dürfen nur in bestimmten Mengen und auch nur in dafür zugelassenen Lebensmitteln verwendet werden. Geregelt wird das in der Zusatzstoff-Zulassungsverordnung.

Doch was steckt hinter den E-Nummern und unaussprechlichen Verbindungen auf so vielen Zutatenlisten? Wir zeigen Ihnen, welche „natürlichen“ Zusatzstoffe es gibt und was Sie besser wieder ins Regal legen:

E200-203 – Sorbinsäure, Kalium- und Calciumsorbat

Sorbinsäure und deren Salze Kalium- und Calciumsorbat kommen natürlicherweise in Vogelbeeren vor. Sie werden oft bei der Weinherstellung, in Kosmetika und auch zur Behandlung von Lebensmittelverpackungen eingesetzt. Alle drei Vertreter sind geruchs- und geschmacksneutral und gelten als gesundheitlich unbedenklich.

E210-E213 – Benzoesäure, Natriumbenzoat, Kaliumbenzoat, Calciumbenzoat

Die Benzoesäure kommt natürlicherweise in Weihrauch oder auch in geringen Mengen in Preiselbeeren vor. Die Salze der Benzoesäure werden Benzoate genannt. Das klingt zunächst einmal harmlos, doch unbedenklich sind diese Konservierungsmittel leider nicht. Benzoesäure und ihre Salze können pseudoallergische Reaktionen auslösen. Vor allem Menschen mit Asthma oder Heuschnupfen reagieren dann mit asthmatischen Anfällen und Nesselsucht. Auch ein Zusammenhang mit Konzentrationsproblemen bei Kindern (ADHS) wird diskutiert. Die negative Wirkung nimmt in Kombination mit anderen Konservierungsmitteln und Farbstoffen zu.

In Hunde- und Katzenfutter ist diese Gruppe von Konservierungsstoffen übrigens ganz verboten.

E214-219 – Ester der Para-Hydroxybenzoesäure

Die E-Nummern 214-219 umfassen fünf Konservierungsstoffe, von denen zwei aufgrund von gesundheitlichen Gefährdungen bereits wieder aus dem Verkehr gezogen wurden. Doch auch die übrigen drei Kandidaten stehen unter Verdacht gesundheitsschädlich zu sein. Wie alle Parabene können auch sie pseudoallergische Reaktionen verursachen.

E220-228 – Schwefeldioxid und Schwefelsalze (Sulfite)

Ob geschwefeltes Trockenobst oder Sulfite im Rotwein: Ein Zuviel an Schweldioxid oder verwandten Schwefelsalzen kann zu unangenehmen Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Benommenheit und Reizungen des Magen-Darm-Traktes führen. Trotzdem ist Schwefeldioxid sogar in Bio-Produkten zugelassen.

E251-252 – Natriumnitrat & Kaliumnitrat (Nitrate)

Obwohl Nitrate an sich ungiftig sind, ist deren Verzehr alles andere als unbedenklich. Denn im Körper können sich die Nitrate in Nitrite umwandeln. In Verbindung mit Eiweiß aus der Nahrung können hoch-krebserregende Stoffe entstehen – die sogenannten Nitrosamine. Verwendung finden Nitrate vor allem in Wurstwaren (beim Pökeln), in Hartkäse oder Fischkonserven.

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Diese Liste ließe sich noch weiterführen. Als praktische Einkaufshilfe hat sich aber eine kurze Tabellenansicht bewährt. Sie können die Liste als Bild speichern und/oder unter dem untenstehenden Link downloaden und ausdrucken.

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